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Übung und Ausbildung

FF Timelkam übt Eisnotrettung am Schwimmteich

FF Timelkam zur Übersicht

Am vergangenen Mittwoch, den 08. Januar 2026 fand für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Timelkam eine besondere, stark von den Witterungsverhältnissen abhängige und wichtige Übung zum Thema Eisnotrettung statt. Unter der fachkundigen Anleitung der Feuerwehrtaucher des Tauchstützpunktes 4, Tauchgruppe Seewalchen am Attersee, trainierten die Kameradinnen und Kameraden der FF Timelkam an einem privaten Schwimmteich den Ernstfall auf gefrorenen Gewässern.

Wissen auffrischen und Bewusstsein schaffen: Gefahren auf dem Eis

In einer kurzen Schulung zum Thema Eisnotrettung wurde das Wissen zur Tragfähigkeit und den verschiedenen Arten von Eis, Rettungstechniken für die Selbst- und Personenrettung, Einsatzregeln sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen aufgefrischt. ÖBFV-Lehrtaucher Markus Penteker (Tauchgruppe Seewalchen) und der langjährige stellvertretende Tauchgruppenleiter der Tauchgruppe Vöcklabruck, Gerhard Gross, schärften dabei das Bewusstsein für die lauernden Gefahren.

Realistisches Szenario: Mensch in Not auf dem Eis

Das Szenario sah vor, eine im Eis eingebrochene Person schnell und sicher zu retten. Hierbei wurden unterschiedliche Techniken mit den in einer Freiwilligen Feuerwehr vorhandenen Gerätschaften geübt, die im Falle einer solchen Notlage entscheidend sind. Unsere Kameradinnen und Kameraden trainierten den sicheren Vorstoß zum Verunfallten mittels Steckleitern, die als Auflagefläche dienen und das Gewicht auf dem Eis besser verteilen. Dies ist essenziell, um ein weiteres Einbrechen zu verhindern und die Einsatzkräfte selbst zu schützen. Anschließend übte jeder die Rettung einer eingebrochenen Person – einmal mittels Steckleiter und einmal mittels Korbtrage. Die Einsatzmannschaft half dabei, die Personen auf dem Wasser zu sichern und die eingebrochene Person auf der Leiter oder Korbschleiftrage zum Ufer zu ziehen.

Gemeinsam mit den Feuerwehrtauchern Gregor Müller, Gerhard Gross und Markus Penteker, die zur Tauchgruppe Seewalchen gehören und auch Mitglieder der FF Timelkam sind, konnte eine realistische Übung durchgeführt werden. Trotz des spontanen Termins war eine schlagkräftige Einsatzmannschaft von 16 Kameradinnen und Kameraden der FF Timelkam mit vollem Einsatz bei der Übung anwesend.

Gefahren auf gefrorenen Gewässern – Ein Appell zur Vorsicht!

Diese Übung war nicht nur eine wertvolle Schulung für unsere Einsatzkräfte, sondern auch eine eindringliche Erinnerung an die Gefahren, die das Betreten von gefrorenen Gewässern birgt. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren:

  • Unberechenbare Eisdicke: Auch wenn das Eis auf den ersten Blick stabil erscheint, kann die Dicke stark variieren. Strömungen, Unterwasserquellen oder auch die Sonneneinstrahlung können die Tragfähigkeit des Eises erheblich mindern – oft unbemerkt.
  • Gefahr des Einbrechens: Bricht man ins Eis ein, droht akute Lebensgefahr durch Unterkühlung. Der Kälteschock kann zu unkontrollierter Atmung und Orientierungsverlust führen.
  • Schwierige Selbstrettung: Aus eigener Kraft ist es oft sehr schwierig, sich aus einem Eisloch zu befreien, da das Eis am Rand immer wieder abbrechen kann und die nasse Kleidung schwer wird.
  • Risiko für Helfer: Auch Helfer begeben sich in große Gefahr, wenn sie unüberlegt auf das Eis gehen. Eine Rettung erfordert spezielles Wissen und Ausrüstung.

Unser dringender Rat: Betreten Sie niemals Eisflächen, deren Tragfähigkeit Sie nicht absolut sicher einschätzen können. Achten Sie auf Warnschilder und halten Sie sich an Absperrungen. Im Zweifel gilt immer: Betreten verboten!

Sollten Sie dennoch Zeuge eines Eisunfalls werden, sollten Sie nur dann versuchen, die Person selbst zu retten, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen. Alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122!

Wir bedanken uns nochmals herzlich bei der Tauchgruppe Seewalchen für die hervorragende Unterstützung und die lehrreiche Übung. Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität!